David - Vorsicht suberversives Gedankenmaterial

David ist das, was man einen einen milden Herrscher nennt. Stets ein Auge auf die Leibeigenen und immer einen Kuchen-Vorrat unter dem Thron. Ja, so denkt er sich das vielleicht, aber leider hatte das Schicksal etwas anderes mit ihm vor. Er sollte gefälligst lernen, auf den Bus zu warten und Pickel mit Rohrzangen auszudrücken. Wo wir gerade beim Ausdrücken sind, können wir bemerken, dass der arme Junge wirklich Sprachprobleme hat. Darum wurde ihm von der Heimleitung empfohlen, ein kleines Projekt zu starten, vielleicht einen Podcast oder so.
Nach ein paar Pillen fand David dann auch, dass das eine gute Idee sei. Da war der Psychologe glücklich und die knüllen Helferlein konnten den Kleinen aus der Zwangsjacke befreien. Alsbald wurde auch ein umherziehender Neureicher gefunden, der sowieso gerade Zeit wie Heu hatte und sich nicht lange bitten ließ, bei diesem kleinen Hilfsprojekt zu unterstützen.
Natürlich mussten die beiden sich erst einmal anfreunden, aber nachdem Roman genug Nutten und Champagner durch die Gitterstäbe gedrückt hatte, waren er und der Anstaltsdirektor gute Freunde. David bekam einen Lutscher, der gut zu seiner neuen Wollmütze passte und schon konnten die Mikrofone belabert werden.
Genau so erzählt man sich die Geschichte von David und Roman, aber ob die wirklich stimmt, kann keiner sagen. Da schon biblische Aufzeichnungen über dieses zukünftige Zusammentreffen berichten wollten und sich diese Botschaft wie ein Pechfeuer durch die Adern der unbildlichen Geschichte zog, ähnlich einem Heuschnupfen zur Blütezeit, kann man letztlich nur glauben, was einem der eigene Intellekt erlaubt.
Und wie Annibal der Blumenkönig streunt David nunmehr durch die verlassenen Hallen einstiger Menschlichkeit und versucht alles zu erleuchten, was auch nur ein bisschen reflektieren kann. Vielleicht bist du ja darunter, oder du, oder vielleicht auch du? Keiner weiß es und keinen interessiert es – ja, so ist die Welt. Wem und ob sie gefällt ist scheißegal. Hauptsache der Dreck wird gut bezahlt, denn alles was zählt ist der Wert, den man ehrt und nicht andersherum.

Nun muss David aber wieder in sein Stübchen zurück und aufhören zu schreiben muss leider. Morgen wieder, die Schwester sagt, geht’s weiter..

Hilf David dabei, sich freizukaufen!